Ordnerrücken Vorlagen Kostenlos: PDF, Word & Online Editor
Die richtige Ordnerrücken-Vorlage finden
Ordnerrücken-Etiketten gibt es in verschiedenen Formaten — und die Vorlage muss zum Ordner passen. Wer die falsche Größe druckt, hat Etiketten, die zu breit, zu schmal oder schief sitzen. Hier erfahren Sie, welche Formate es gibt und welche Methode am schnellsten zum Ergebnis führt.
Standard-Formate in Deutschland
In Deutschland sind zwei Ordnerbreiten verbreitet: schmale Ordner (50 mm Rückenbreite, z.B. Leitz 1015) und breite Ordner (80 mm Rückenbreite, z.B. Leitz 1010 oder 1080).
Die passenden Etikettenmaße sind: 192 × 38 mm für schmale Ordner (kurz), 192 × 61 mm für breite Ordner (kurz), 297 × 38 mm für schmale Ordner (lang, volle A4-Höhe) und 297 × 61 mm für breite Ordner (lang). Zusätzlich gibt es 192 × 34 mm für extra-schmale Ordner.
Die Bezeichnungen 'kurz' und 'lang' beziehen sich auf die Etikettenhöhe: Kurze Etiketten (192 mm) decken etwa zwei Drittel des Ordnerrückens ab, lange Etiketten (297 mm) die volle Höhe.
Methode 1: Labelwerk Online-Editor (Empfehlung)
Am schnellsten geht es mit dem kostenlosen Online-Editor von Labelwerk. Kein Download, keine Anmeldung, keine Word-Formatierung. Einfach Größe wählen, Text eingeben, formatieren und drucken.
Labelwerk bietet Voreinstellungen für alle deutschen Standardformate. Für schmale Ordner: Ordneretiketten schmal kurz (192 × 38 mm). Für breite Ordner: Ordneretiketten breit kurz (192 × 61 mm). Lange Varianten und extra-schmale Formate sind ebenfalls verfügbar.
Jedes Etikett kann individuell formatiert werden — Schriftart, Größe, Farbe, fett, kursiv. Mehrere Etiketten werden automatisch auf einer DIN-A4-Seite mit Schnittmarken angeordnet.
Methode 2: Word-Vorlagen
Avery Zweckform und HERMA bieten kostenlose Word-Vorlagen für ihre Etikettenbögen an. Sie laden die Vorlage herunter, öffnen sie in Word, geben Ihren Text ein und drucken.
Der Vorteil: Word ist den meisten vertraut. Der Nachteil: Die Vorlagen sind an bestimmte Produktnummern gebunden (z.B. Avery L4761 für 192 × 61 mm). Wenn Sie andere Maße brauchen, müssen Sie die Tabelle manuell anpassen — und das ist umständlich.
Außerdem kann die Druckausrichtung je nach Drucker abweichen. Ein Testdruck auf normalem Papier vor dem eigentlichen Etikettenbogen ist empfehlenswert.
Methode 3: PDF-Vorlagen
Im Internet finden Sie zahlreiche PDF-Vorlagen zum Download. Diese bestehen aus einer A4-Seite mit leeren Etikettenumrissen, die Sie ausdrucken und von Hand beschriften können.
PDFs eignen sich für schnelle Einzeletiketten, bieten aber wenig Flexibilität: Schriftart und -größe lassen sich nur mit einem PDF-Editor ändern, und die Maße sind fest vorgegeben.
Methode 4: HERMA Etiketten Assistent Online
HERMA bietet einen kostenlosen Browser-basierten Editor, der speziell auf ihre Etikettenprodukte abgestimmt ist. Sie wählen Ihre HERMA-Artikelnummer, gestalten das Etikett und drucken es als PDF.
Gut für HERMA-Kunden, aber eingeschränkt: Nur HERMA-Maße verfügbar, keine individuellen Formate. Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber nicht mehr zeitgemäß.
Kompatible Etikettenbögen
Wenn Sie auf selbstklebenden Etikettenbögen drucken möchten, hier die gängigsten Produkte nach Format:
192 × 38 mm (schmal, kurz): HERMA 4283, Avery Zweckform L4760. 192 × 61 mm (breit, kurz): HERMA 4284, HERMA 5095, Avery Zweckform L4761. 297 × 61 mm (breit, lang): Avery Zweckform L4759. 192 × 34 mm (extra-schmal): HERMA 4290.
Alternativ können Sie auf normalem Papier drucken und die Etiketten ausschneiden — besonders für Einsteckrückenschilder, die in die transparente Rückentasche des Ordners geschoben werden.
Welche Methode ist die beste?
Für die meisten Anwender ist ein Online-Editor wie Labelwerk die schnellste und flexibelste Lösung. Word-Vorlagen funktionieren, erfordern aber mehr Aufwand. PDF-Vorlagen eignen sich für handschriftliche Etiketten. Der HERMA Assistent ist gut, wenn Sie ausschließlich HERMA-Produkte verwenden.
Das wichtigste: Fangen Sie an. Ein beschrifteter Ordner ist besser als ein perfekt geplantes, aber nie umgesetztes System.